Qualitätsmanagement

 

Holger Seipp

Heime Teufen
Qualitätsmanager / Projekte

Email: holger.seipp@teufen.ar.ch

Tel. 071 335 79 98


Qualitätsbewusstsein und Qualitätsarbeit hat in der Gemeinde Teufen einen hohen Stellenwert. Ein wesentlicher Anteil der Qualitätspolitik ist, Arbeitsabläufe und Dienstleistungen regelmässig zu überprüfen, zu optimieren und Qualität gegen aussen transparent zu machen.

Nach zweijähriger Projektarbeit mit Aufbau eines Qualitätssystems wurden die Häuser Lindenhügel und Unteres Gremm im November 2012 durch die Firma SQS überprüft und erreichten erfolgreich den Qualitätsstandard ISO 9001 : 2008.

Als branchenspezifischen Standard verpflichten wir uns dem Grundangebot und Basisqualität (Curaviva Schweiz, Steuerungsgruppe BS/BL/SO).

Seit dem 01.01.2016, hat der Kanton Appenzell Ausserroden für die Langzeitpflege ein eigenes Qualitätssystem eingeführt. Aus diesem Grund unterliegen die Heime Teufen nicht mehr den Qualitätsstandard ISO 9001 : 2008.

Die Qualitätsvorgaben für Alters- und Pflegeheime stüt­zen sich auf das Qualitätsmanual «qualivista» – ehe­mals Grundangebot und Basisqualität. «qualivista» ist die Fortsetzung einer konsequenten Aufbauarbeit von Leistungsanforderungen für Alters- und Pflege­heime – geltend für die Kantone Basel-Stadt, Ba­sel-Landschaft und Solothurn. Eine Steuergruppe von Verbands-, Behörden- und Gemeindevertreter/innen engagierte sich seit 2001 für deren Weiterentwick­lung.

«qualivista» konkretisiert in Appenzell Ausserrhoden die Voraussetzungen für die Erteilung einer Betriebsbewilligung für Alters- und Pflegeheime. Ebenso werden damit die qualitativen Vorgaben für die Zulassung definiert.     

Lebensqualität von Menschen, die in Alters- und Pflegeheimen sowie in Tages- und Nachtstrukturen gepflegt und betreut werden, entsteht nicht allein durch Grundlagen und Konzepte. Die Verantwortli­chen und Mitarbeitenden, die Trägerschaften sowie das Amt für Soziales bemühen sich um Qualität. Was zu einer hohen Zufriedenheit der gepflegten und betreuten Menschen führt, ist nicht immer eindeutig. Wie bemisst sich die Selbstbestimmung der betreu­ten Menschen? Woran ist erkennbar, dass die Per­sönlichkeit und die Unversehrtheit von pflegebedürfti­gen Menschen geschützt sind? Wann sind sie es nicht? Darauf Antworten zu finden ist nicht immer ein­fach.  

Dadurch, dass Bewohnerinnen und Bewohner in Institutionen auf dauerhafte oder länger dauernde Pflege und Betreuung angewiesen sind, entstehen erhebliche Abhängigkeitsverhältnisse. Deshalb haben neben dem Leitungs- und Pflegepersonal auch die Trägerschaften und der Staat ihren Beitrag zu leisten, damit das Wohl und der Schutz der pflegebedürftigen Menschen gewährleistet sind. Diese Richtlinien defi­nieren dazu einen allgemeinen Rahmen. Innerhalb dieses Rahmens wird viel Arbeit geleistet, vor Ort und von vielen verschiedenen Menschen.  

Qualität ist mehrheitlich nicht messbar. Das Bemühen um Qualität ist aber überprüfbar. Es ist notwendig, diese Prüfung nicht dem Zufall zu überlassen, son­dern sie auf allen Ebenen in die Prozesse und die Zusammenarbeit zu implementieren: in die Zusammenarbeit von Institutionsleitungen mit ihren Trägerschaften, von Trägerschaften mit dem Amt für Soziales. 

Qualität und deren Prüfung können nicht an eine einzige Stelle delegiert werden. Die vorliegenden Richt­linien umfassen deshalb Aufgaben der Institutionen mit ihren Trägerschaften als auch Aufgaben des Amtes für Soziales. Damit wird deutlich, dass für die Erreichung der Basisqualität in Alters- und Pflege-heimen sowie in Tages- und Nachtstrukturen ein Mit­einander gefordert ist, indem jede Ebene Aufgaben und Verantwortung wahrnimmt mit dem Ziel, eine hohe Zufriedenheit und Lebensqualität sowie die Unversehrtheit von pflegebedürftigen Menschen zu gewährleisten.

Das tägliche Engagement lässt sich nicht in staatli­chen Vorgaben darstellen, ist aber unabdingbar für eine hohe Qualität zugunsten der Menschen, die in Alters- und Pflegeheimen oder in Tages- und Nachtstrukturen. 

 
 
 
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